Schaffhausen 2004

 

Ethnopoly Schaffhausen 2004

Hier gibt es alle Infos zum Projekt. Die einzelnen Kapital können durch einen Klick auf den Titel aufgeklappt werden.

Auf einen Blick

Ort und Datum:
Stadt Schaffhausen, Wohnsiedlung « Birch », 18. September 2004

Durchgeführt von:

Kontaktperson(en):

Facts & Figures

Teilnehmende:
Rund 150 Kinder und Jugendliche. Je ca. die Hälfte startete in der « Mini » Kategorie (begleitet von Erwachsenen) und die andere Hälfte in der « Maxi » Kategorie (unbegleitet).

Posten:
26 Posten

Organisationkomitee:
Kernteam und Arbeitsgruppen zu Infrastruktur/ kulturelles Rahmenprogramm, Postenteam, Spielteam, Medienarbeit/ Evaluation/ Finanzen, Eventteam. Insgesamt haben ca. 35 Personen mitgewirkt.

Spielregeln:
Spielregeln analog zu Ethnopoly 02 (mit Integrationsanteilen und Miete).

Weitere Aktivitäten:
Ethnopoly wurde durch ein Quartierfest mit diversen Darbietungen und Köstlichkeiten aus aller Welt abgeschlossen.

Kurze Beschreibung

In Schaffhausen wurde das Spiel in zwei Gruppen durchgeführt:
« Maxi » mit 4-er Gruppen von Jugendlichen ab 12 Jahren und
« Mini » mit Kindern unter 12 Jahren. Die Gruppen « Mini » wurden von Erwachsenen (Gruppenleiter/innen) begleitet, bewegten sich nur in einem « geschlossenen » Teilquartier (Birch, s.o.) und absolvierten auch Spiele ohne direkte « pädagogische » Absicht.
Rekrutiert wurden die teilnehmenden Jugendlichen über Leiter/innen und Lehrerinnen der erwähnten Jugendorganisationen (Kirchgemeinde, Pfadi, Cevi, Birchtreff) und Schulhäuser des Quartiers Breite, über Direktkontakte des Kernteams und des Postenteams, sowie (marginal) über Aushänge und Flyers.
Das eigentliche Spiel lief am Samstagnachmittag, 18. September, von 13 Uhr bis 17.30 Uhr, mit Start im Birch. 150 Spielende – je hälftig in den Gruppen « Mini » und Maxi » – hatten sich in 2-er Gruppen angemeldet und wurden von der Spielleitung zu 4-er Gruppen zusammengewürfelt. Ziel dabei war, möglichst viele Quartiere und Ethnien zu « mischen ». Die Teilnehmenden waren ca. zu einem Drittel Ausländer/innen und zu zwei Dritteln Schweizer/innen, mit einer Verteilung von Mädchen und Knaben von ca. 60 : 40.
Die Gruppen konnten unter 26 Posten auswählen, wobei der erste Posten vorgegeben wurde, um am Anfang ein Gedränge an den nahe gelegenen Posten zu vermeiden. Nachher galt es, möglichst viele Posten zu besuchen, dort möglichst viele « Integrationsanteile » an den Posten zu erwerben, so dass nachfolgende Gruppen « Miete » zu entrichten hatten, sowie möglichst viele Aufgaben richtig zu lösen. Die Ergebnisse und Antworten wurden telefonisch an die Zentrale übermittelt und gleichzeitig meldete die Zentrale den virtuellen Kontostand (in « Ethnos »), die zu entrichtenden Mietgebühren usw. an die Gruppen zurück. Im Stadtzentrum wurde eine Spieler/innen – Zentrale eingerichtet, wo die Gruppen Zvieri abholen
und sog. Zusatzaufgaben fassen konnten, um damit wiederum « Ethnos » zu verdienen. Diese Aufgaben hatten spielerischen Charakter und konnten umso besser gelöst werden, je höher das interkulturelle Wissen der Gruppen war.
Ende des Spiels war wiederum im Birch. Die Spielenden hatten pro Gruppe einen Evaluationsbogen auszufüllen, bevor (!) sie ihre Essensgutscheine erhielten und eine Portion Risotto fassen konnten, spendiert vom Quartierverein Breite.
Die Rangverteilung erfolgte im Saal das Schützenhauses Birch und wurde umrahmt von einer kurzen Ansprache des ersten tamilischen Grossstadtrats in der Schweiz, Lathan Suntharalingham aus Luzern und des Sozialreferenten der Stadt Schaffhausen, Stadtrat Thomas Feurer. Es gab kleine Preise zu verteilen (Gutscheine) und die Stimmung im Saal war überbordend… – und zwar im besten Sinne.
Ab 19 Uhr bis um Mitternacht war eine Festbeiz in Betrieb (Zelt und Vorplatz), die dauernd etwa 200 Personen bewirtschaftete. Sie konnten auswählen zwischen afrikanischer, albanischer, griechischer, indischer und schweizerischer Kost. Im Saal lief ein Kulturprogramm, das ebenfalls gut – und von wechselndem Publikum – besucht war. Die anfänglich befürchtete Isolation des Saals (ca. 30 m von der Zelt-Beiz weg) erwies sich im nachhinein als positiv, da sich das Publikum den ganzen Abend neu aufmischte und zirkulierte. Am Fest waren viele Zaungäste aus andern Quartieren bemerkt worden, während die Birch – Einwohner/innen vorwiegend mit Abwesenheit glänzten (ausser den engagierten Personen und deren Angehörige vom Birchrat und vom Verein Birchtreff).

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