Zug 2002

 

Ethnopoly Zug 2002

Hier gibt es alle Infos zum Projekt. Die einzelnen Kapital können durch einen Klick auf den Titel aufgeklappt werden.

Auf einen Blick

Facts & Figures

Teilnehmende:
Rund 260 (108 ältere Teilnehmende für Ethnopoly und ca. 150 jüngere, die an einem interkulturellen Parcours mitmachten).

Posten:
34 Spielposten für die älteren Teilnehmenden

Organisationkomitee:
Team mit verschiedenen Ressorts.

Spielregeln:
Jede Gruppe erhielt am Morgen 4000 Ethnos. An den Posten konnten damit 3 verschiedene Integrationsanteile (25%, 15%, 10%) gekauft werden. Nachfolgende Gruppen zahlten 200 Ethnos Miete. Dieser « Gewinn » wurde auf die Teams aufgeteilt, die am Posten Integrationsanteile hielten. Nach jeder Stunde bekamen alle Team weitere 2000 Ethnos.

Weitere Aktivitäten:
Für die Jüngeren wurde lokal ein interkultureller Lern- und Spielparcours angeboten.
Alle Teilnehmenden erhielten en Mittagessen und ein z’Vieri.
Am Abend gab es ein Fest mit Tanz, Musik und anderen Darbietungen.

Kurze Beschreibung

Der Ethnopoly 02-Samstag begann strahlend und kühl: Um 10 Uhr versammelten sich die Ethnopoly-Postenlauf-SpielerInnen beim Zelt beim Europaring auf der Zuger Schützenmattwiese. Dort wurden aus den angemeldeten Zweiergruppen Viererteams gebildet. Die Teams erhielten ihre Startmenge an 4000 ‘Ethnos’, dem Geld, mit welchem sie sich an den Spielposten beteiligen konnten. Das Projektteam erklärte ihnen nochmals den Spiel- und den Tagesablauf und händigte ihnen die Liste der Spielposten fürs Morgenprogramm aus. Gleichzeitig fanden auf dem Landsgemeindeplatz die Instruktionen fürs Alternativprogramm ‘Parasit’ für die Jüngeren statt. Um 11 Uhr ging es los: Die Teams zogen davon, um die für den Morgen zur Verfügung stehenden Spielposten in den verschiedenen Gemeinden nach eigener Wahl und Reihenfolge aufzusuchen. Sie durften dafür nur zu Fuss oder mit dem Bus unterwegs sein. Eine Bus-Tageskarte pro Person hatten sie vom Projektteam bekommen.
Bald darauf wurde es in der Spielzentrale, die sich in der nahe beim Zelt gelegenen Jugendbeiz ‘Podium 41’ befand, hektisch: Die ersten Teams riefen mit ihren Telefonkarten aus Telefonkabinen an und gaben die Lösungswörter der Spielposten durch. Gleichzeitig teilten sie der Spielzentrale mit, welchen ‘Integrationsanteil’ am Posten sie kaufen wollten. Pro Posten stand ihnen ein Anteil von 25%, von 15% oder von 10% zur Auswahl. Die anderen 50% blieben immer bei den In haberInnen der Spielposten, also bei der kurdischen Familie, beim italienischen Geschäft oder beim Hindu-Tempel. Waren schon alle Anteile eines der ins gesamt 34 Spielposten verkauft, dann mussten die nachfolgenden Teams ähnlich wie bei Monopoly 200 Ethnos Miete bezahlen. Die Spielzentrale verteilte diesen Mietzins anteilsmässig an die Teams, die die Anteile besassen. Zu jeder vollen Stunde erhielten die Teams von der Spielleitung automatisch weitere 2000 Ethnos zugeteilt, damit ihnen nicht plötzlich das ‘Geld’ zum Erwerben von Integrationsan teilen oder zum Bezahlen der Miete und damit die Motivation, weitere Posten aufzusuchen und dort interkulturelle Aufgaben zu lösen, ausging.
Denn damit die Teams überhaupt Integrationsanteile an den Spielposten kaufen konnten, mussten sie die Posten aufsuchen und die ihnen dort von den Postenleu ten gestellten Fragen und Aufgaben beantworten bzw. erledigen. Bei einem tamilischen Posten in Neuägeri wurde etwa gefragt, warum tamilische Frauen einen Punkt auf der Stirn trugen. Mancherorts konnten die SpielerInnen auch typische Spezialitäten kosten und mussten herausfinden, aus welchen Zutaten sie zubereitet waren.
Nach rund zwei Stunden trafen die Teams zur Mittagspause wieder im Zelt auf der Schützenmattwiese ein und wurden dort mit Mah-Meeh und einem Dessert bewirtet. Für den Nachmittag erhielten sie eine neue Postenliste und das Rennen um die Posten ging von neuem los. Insgesamt waren die 108 PostenläuferInnen rund vier Stunden unterwegs. Neben dem Postenlauf galt es auch, ‘freie Aufträge’ bei der Spielzentrale und in der Spielhölle beim Zelt zu erledigen. Dort wurden vom Projektteam knifflige Fragen gestellt, es musste an Gewürzen geschnup pert oder ein fremdländisches Spiel gespielt werden. Wer seine Aufgabe gut machte, konnte Ethnos gewinnen. Währenddessen absolvierten die 153 jüngeren SpielerInnen einen altersgerechten interkulturellen Fragen- und Spielparcours.
Um 16.30 strömten alle Spielenden wieder im Zelt zusammen. Es gab Tee und warme afghanische Käse-Spinattaschen. Die Dokumentationscrew projizierte einige digitale Fotoaufnahmen des Spieltages mit Beamer und der Zuger Landammann Hanspeter Uster nahm die Preisverleihung vor. Nach der Preisverleihung legte DJ Jools aus Luzern Platten auf, bis die Schaffhauser Artistengruppe ‘Fragles’ zum Zug kam. Die ‘Fragles’ vermochten die Kinder mit ihren Jonglierkünsten und akrobatischen Verrenkungen zu begeistern.
Leider wurde es trotz warmem Tee ziemlich rasch kühl und viele Kinder und Jugend liche gingen nachhause, obwohl noch ein Konzert angesagt war. Mit etwas Verspätung startete die angolanische Band ‘The Kuziems’. Umso mehr heizte sie den verbliebenen SpielerInnen und Teammitgliedern ein, die noch fast zwei Stunden im Zelt tanzten. Danach gaben die ‘Fragles’ noch eine faszinierende Nacht-Vorstellung: Sie jonglierten unter freiem Himmel mit Fackeln und brennenden Seilen. Damit waren das Spiel und das Fest endgültig vorbei. Die Pfadi Morgarten hielt die Highlights des Spieltages auf ihrer Website fest.

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