Bern 2005

 

Ethnopoly Bern 2005

Hier gibt es alle Infos zum Projekt. Die einzelnen Kapital können durch einen Klick auf den Titel aufgeklappt werden.

Auf einen Blick

Ort und Datum:
Stadt Bern, Freitag, 19. Oktober 2007

Durchgeführt von:

Kontaktperson(en):

Facts & Figures

Teilnehmende:
Rund 520 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 16 Jahren. Teilnahme von jeweils mehreren Klassen verschiedener Berner Schulen.

Posten:
94 Posten aus 34 Ländern plus verschiedenen Institutionen und Posten mit gemixter Herkunft.
Keine speziellen Vorgaben betreffend der Aufgaben: breiter Mix zwischen Aktivitäten und Gespräch.
An 8 verschiedenen mobilen Standorten gab es die Möglichkeit, verschiedene kleine Aufgaben zu lösen und Zusatzpunkte zu verdienen.

Organisationkomitee:
Start mit 3 Personen, danach kamen mehr und mehr Leute dazu (definitives Projektteam aus 29 Personen)
Am Spieltag selber waren 67 HelferInnen im Einsatz. Die Gruppe wurde anfänglich von 3 Personen geleitet, danach wurden verschiedene Aufgaben (Rahenprogramm, Öffentlichkeitsarbeit, Posten etc.) in Teams aufgeteilt.

Budget:
Effektive Ausgaben bei Projektende: 48’751.10, davon rund 20’000 Fr. Fürs Rahmenprogramm. Einnahmen: 50’491 Fr.

Spielregeln:
Jeweils der erste Posten am Morgen und am Nachmittag waren obligatorisch, danach konnten die Gruppen frei wählen, wo sie hingehen wollten. Gestaffelter Start je der Hälfte der Gruppen mit 15 Minuten Verzögerung.
Punkte pro Postenbesuch, wobei die Zahl der Punkte davon abhing, wieviele Gruppen vorher schon dort waren (abnehmender Ertrag).

Weitere Aktivitäten:
Am Spieltag selber fand am Abend auf dem Bundesplatz ein grosses Fest mit Essen und 17 verschiedenen Darbietungen auf einer Bühne statt. Es wurden rund 1500 Personen erreicht. Ansonsten gab es keine weitere Bearbeitung des Themas.

Kurze Beschreibung

Die Lancierung von Ethnopoly in Bern war mehr oder weniger ein glücklicher Zufall: Kurz vor der Deadline wurde bei ConTakt (Migros Kulturprozent) ein Projekt unter dem Titel „Interkultureller Postenlauf“ eingereicht. Als sich dann aber herausstellte, dass ein ähnliches Projekt früher bereits in Zug und Luzern stattgefunden hatte, entschied sich das Team, den Namen zu ändern und den Postenlauf unter dem Ethnopoly-Label durchzuführen. Ursprünglich war ein eher kleines Spiel geplant, im Laufe der Organisation nahm das dann aber immer grössere Dimensionen an:
Am 9. September 2005 fiel auf dem Bundesplatz in Bern der Startschuss für 520 Schülerinnen und Schüler. Diese konnten zwischen rund 90 verschiedenen Posten auswählen. Geleitet wurde das ganze Spiel von einer Telefonzentral mit 12 Helferinnen, wohin die Gruppen nach jedem Postenbesuch anrufen mussten, um ihre Punkte zu ermitteln.
Durch die Grösse des Projekts, stellten sich einige logistische Herausforderungen, z.B. bei der Koordinierung der zahlreichen involvierten Klassen oder auch bei der Organisation der rund 70 Helferinnen und Helfer. Zum Glück ging aber alles gut!
Abgeschlossen wurde das Projekt von einem grossen Fest der Kulturen auf dem Bundesplatz: Essen aus verschiedensten Ländern und vielfältigste Darbietungen auf der Bühne machten Ethnopoly auch für einen breiteren Kreis von Passantinnen und Passanten sichtbar.

Im Vergleich zu früheren Ethnopoly wurden in Bern neben der Grösse auch die Spielregeln leicht angepasst: Die Punkteverteilung wurde etwas vereinfacht, da das System der Integrationsanteile (Luzern, Zug) als nicht sehr leicht erklärbar eingestuft wurde. Es gab nun an jedem Posten Punkte zu gewinnen, diese nahmen aber mit der Anzahl Besuch an diesem Posten ab, um einen Anreiz zu setzen, auch entfertere Familien und Institutionen zu besuchen.

Die Auswertung in einem detaillierten Schlussbericht hat gezeigt, dass das Projekt sehr postiv aufgenommen wurde und das es gut gelungen ist, die Botschaft zu kommunizieren: Integration beruht auf Begegnung und Verstehen, sie ist nicht immer ganz einfach, aber ganz bestimmt ist sie nicht langweilig. Oder eben: „Ethnopoly verbindet die Kulturen und macht Spass!“

Erkenntnisse

Vernetzung  Eine gute Abstützung des Projekts zahlt sich aus. Wenn von Anfang an mögliche Partner einbezogen werden und der Kontakt zu den Behörden gesucht wird, öffnen sich viele Türen.  Punktuell war eine gute Kooperation mit anderen Institutionen zu beobachten, leider wurde aber das Ziel, Ethnopoly in einem Netzwerk von verschiedenen Trägern zu organisieren, nicht erreicht.   Schulen Um Schulen zum Mitmachen zu bewegen, ist der direkte Kontakt (z.B. Besuch in Schulhauskonferenzen) entscheidend. Durch eine gute Vorbereitung aller Dokumente, kann der Aufwand für die LehrerInnen minimiert werden.  Spielregeln Es gilt der Grundsatz: Lieber einfach als zu kompliziert. Selbt die vereinfachten Regeln hatten wenig Einfluss auf das Verhalten der Gruppen und weit entfernte Posten wurde kaum mehr besucht. Es bräuchte dazu ein direktes Feedback (z.B. Übersicht, welcher Posten wie viele Punkte gibt).   Abschlussfest Das Fest am Abend auf dem Bundesplatz war ein tolles Ereignis, allerdings ist es nicht gelungen, eine Verbindung zum Spieltag herzustellen. 90% der ZuschauerInnen hatten keinen Bezug zu Ethnopoly (Eltern sind nicht wie gewünscht gekommen).   Medienarbeit Medienarbeit ist Knochenarbeit. Es braucht einen sehr grossen Aufwand und auch eine Portion Glück, um nur schon einen kleinen Artikel in einer Zeitung platzieren zu können.   Postensuche Der grösste Teil der Posten wurde in den letzten 3 Wochen vor dem Spiel gefunden. Wenn das ganze Team merkt, dass es ernst wird, machen alle nochmals einen speziellen Effort und so kommt die nötige Zahl an Posten zusammen.   Teamarbeit Ethnopoly besteht aus ganz verschiedenen Baustellen und es haben Leute am Projekt gearbeitet, die sich nie persönlich begegnet sind. Wenn dann am Spieltag alle Fäden zusammenkommen und man merkt, dass alles irgendwie funktioniert, ist dies eine tolle Erfahrung.   Finanzierung Mit der Anfrage von Stiftungen muss früh genug angefangen werden, da diese teilweise nur 2 Deadlines pro Jahr haben. Es sollte daher ca. 9 bis 12 Monate vor der Durchführung des Projekts mit der Suche nach Geldern begonnen werden.

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