Bern 2011

 

Ethnopoly Bern 2011

Hier gibt es alle Infos zum Projekt. Die einzelnen Kapital können durch einen Klick auf den Titel aufgeklappt werden.

Auf einen Blick

Ort und Datum:
Stadt Bern, Freitag, 16. September 2011

Durchgeführt von:

Kontaktperson(en):

Facts & Figures

Teilnehmende:
270 Kinder und Jugendliche der 7.-9. Klasse aus Bern und Umgebung.

Posten:
Total 52 Posten aus ca. 20 Länder

Zum einen gab es Ethnopoly-Quartierstände. Dort mussten die Jugendlichen konkrete Fragestellungen beantworten, indem sie unter anderem Passanten befragten und diese somit interaktiv einbezogen. Insgesamt gab es in der Stadt Bern sechs solcher Posten, die von freiwilligen Helfern des Ethnopoly-Teams betreut wurden.
Des Weiteren gab es Posten bei Privatpersonen zu Hause oder bei von Vereinen, Begegnungsorten und Organisationen aus dem Migrationsbereich angeboten (bspw. Solidarité sans frontière, Bundesamt für Migration).

Organisationkomitee:
Total waren 23 Freiwillige im Organisationskomitee. Dieses war in vier Ressorts unterteilt: Fundraising/Öffentlichkeitsarbeit, Posten, Infrastruktur, Schulen zudem gab es eine Person, die die Hauptleitung und die Gesamtkoordination übernahm. An den OK-Sitzungen nahm jeweils eine Vertreterin aus jedem Ressort sowie die Hauptleiterin Teil.

Budget:
Budget: 30‘000 CHF
Hauptgeldgeber: Schweizerische Fachstelle für Rassismusbekämpfung, Stiftung Mercator, Fonds für Kinder und Jugendliche der Stadt Bern, Gertrud Kunz Stiftung.

Spielregeln:
Der erste Posten wurde den Gruppen zugeteilt, danach durften sie frei wählen. Die Punkte wurden zufällig durch Würfeln verteilt. Wenn Posten schlecht besucht waren, gab es dort Extrapunkte. Dies wurde durch die Telefonzentrale kommuniziert.

Weitere Aktivitäten:
Für die Schulen: Vor- und Nachbereitungsprogramm, dass von den Lehrpersonen durchgeführt wurde. Mindestens 2 Lektionen vor und 2 Lektionen nach dem Spieltag.
Für die Posten: Einen Informationsanlass für die Posten. Zudem wurden die neuen Posten einzeln besucht und gebrieft. Am Ende des Spieltages gab es ein Apéro für die Posten und Helfer. Dies wurde sehr geschätzt, da so Erfahrungen ausgetauscht werden konnten.

Kurze Beschreibung

Der Spieltag fand 16. September 2011, an dem 270 Jugendliche des 7.-9. Schuljahres aus 14 Klassen der Stadt und Region Bern teilgenommen haben. Sie konnten rund 50 Posten bei Migrantinnen und Migranten zu Hause sowie bei Organisationen aus dem Migrationsbereich besuchen.
Die Schüler wurden in 4er-Gruppen aufgeteilt, je 2 Schüler aus einer Klasse. Der erste Posten am Morgen wurde vorgegeben, um die Gruppen gleichmässig auf alle Posten zu verteilen. Am Mittag assen die Gruppen an einem Verpflegungsstandort (Quartierzentren, Räume der Stadt), der ihnen zugeteilt wurde. Am Schluss des Spieltages gab es eine kurze Schlusszeremonie mit einer HipHop Band aus der Region und die Rangverkündigung.
Ein schulisches Begleitprogramm mit je zwei Speziallektionen vor und nach dem Spieltag in den teilnehmenden Klassen.
Die erspielten Punkte (Ethnos) wurden in Franken umgerechnet. Diese Geld konnten die Schulklassen einsetzten zur Umsetzung eines Kleinstprojekte zum Thema Rassismusbekämpfung. Der Betrag wurde den Klassen ausbezahlt, wenn die Klassen die Idee für das Kleinstprojekt beim Ethnopoly-Team eingereicht hatten.

Erkenntnisse

Organisation Das Ethnopoly OK bestand aus verschiedenen Ressorts (Infrastruktur/Spieltag, Kommunikation/Fundraising, Posten, Schulen). In jedem Ressort waren zwischen drei und sieben Leute. Für die regelmässig stattfindenden Koordinationssitzungen kam jeweils eine Vertretung pro Ressort. So konnten die Koordinationssitzungen in einem überschaubaren Rahmen gemacht werden und die Dauer konnte gut kontrolliert werden.   Unabhängigkeit der einzelnen Ressorts Die einzelnen Ressorts haben sehr unabhängig voneinander gearbeitet, wussten aber immer dank der OK-Sitzungen genau über den Stand der anderen Ressorts Bescheid. Dies war sehr positiv, da man die dadurch die Arbeitslast gut aufteilen konnte. Es ist aber dennoch wichtig, dass es zwei bis drei Personen hat, die den Überblick über das Gesamtprojekt haben, die Fäden zusammenhalten und die Koordination sicherstellen. Zudem gibt es Dinge, die nicht klar einem Ressort zugeordnet werden können oder solche die in verschieden Ressorts passen. Um sicherzustellen, dass Nichts vergessen geht und nichts doppelt gemacht wird, ist es sinnvoll, dass eine Person die Gesamtkoordination des Projektes übernimmt und in den OK-Sitzungen die Überschneidungen diskutiert.  Nach dem Spieltag Nicht zu unterschätzen sind auch die Arbeiten nach dem Spieltag. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Planung über den Spieltag hinaus gemacht wird und vorauszusehende Aufgaben im Voraus verteilt und mit Deadlines versehen werden. Mit dem „Tag danach“ fällt nämlich oft nicht nur die Anspannung von den Freiwilligen, oft auch die Motivation.  Dezentrales Mittagessen Für die SchülerInnen ist dies toll, wenn sie am Nachmittag gleich wieder in der Nähe der Posten sind. Eine genaue Instruktion dazu ist wichtig, weil sonst die Gruppen die Reisezeit hin zum Verpflegungsposten kaum einteilen. Dezentrales Essen bewährt sich, weil die Gruppen dann für den Nachmittag bereits gut auf dem Spielfeld verteilt sind. Der Verpflegungsposten Tscharnergut lag extrem abseits der „Postenrouten“. Gute Absprache mit dem Postenteam für die Auswahl der Standorte der Verpflegungsposten ist sehr wichtig, unbedingt auf einer Karte schon eine Woche vor dem Spiel die Posten visualisieren, damit abseits stehende Posten/Verpflegungsposten noch geändert werden können. Ev. sollten zuerst die Posten festgelegt werden und danach anhand der Verteilung der Posten die Verpflegungsposten festlegen. Sehr wichtig ist, dass alle BetreuerInnen der Verpflegungsposten ein Ethnopoly-Natel erhalten und gut erreichbar sind (Informationsaustausch über Gruppen, Miete etc.). Falls die Möglichkeit besteht, draussen zu essen, ist es ratsam, den Jugendlichen einen eingeschränkten Platz zur Verfügung zu stellen (nicht dass sie um das ganze Haus verstreut sind) und bei ihrer Ankunft zu sagen, dass sie sich, bevor sie wieder starten, abmelden und den Abfall entsorgen. Die Markierung des Weges von der Tramstation zum Verpflegungsposten hat sich bewährt.  Erklärung zum Umgang mit den vielen Listen Trotz Instruktion in der Klasse wäre es auf jeden Fall hilfreich, wenn am Spieltag vor dem Start nochmals kurz erläutert wird, wie mit den vielen Listen und der Karte umgegangen wird („Auf der Postenliste kann ich schauen, welcher Posten mich interessiert. Wenn ich bereits irgendwo bin, kann ich auf der Google-Maps sehen, welche Posten noch in der Nähe sind. Anhand der Postennummer suche ich dann wiederum auf der Postenliste die genaue Adresse raus, welche ich dann mit dem Stadtplan auffinden soll“ – so einfach?). Evt. wäre es gut, wenn die Lehrpersonen in der letzten Stunde vor dem Spiel nochmals den Ablauf erklären. Zu Beginn des Spieltages sind die Jugendlichen ziemlich aufgeregt und es ist schwieriger ihre Aufmerksamkeit zu erhalten.  Handys in Telefonzentrale Es empfiehlt sich, bei den in der Telefonzentrale verwendeten Handys die Combox gleich zu Beginn auszuschalten, weil im Verlauf des Spiels kaum Zeit bleibt, diese abzuhören.  Zeit zum Mittagessen Da die Kinder meist früher als pünktlich beim Mittagessen eintreffen (es gibt Strafpunkte, wenn sie zu spät sind), reichen eingeplante 30 min Pause völlig.  Die räumliche Verteilung der Posten optimieren Bereits in der Vorbereitung muss das Postenteam prüfen, dass keine Posten "alleine" bzw. abgelegen liegen. Einige Posten wurden kaum besucht, weil keine weiteren Posten in der Nähe lagen. Für weit entfernte Posten oder alleine liegende Posten sollte in zentralerer Lage einen Standort gefunden werden. Während des Spiels kann dies dann nicht mehr genügend gesteuert werden.  Austausch- und Informationsanlass später durchführen Die Tipps und der Austausch am Informationsanlass wurden sehr geschätzt. Viele Posten konnten jedoch nicht teilnehmen, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht von uns angefragt worden sind. Es wäre wichtig, den Informationsanlass dann zu organisieren, wenn bereits die meisten Posten klar sind.

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