Zürich 2013 (Mondopoly)

 

Mondopoly Zürich 2013

Hier gibt es alle Infos zum Projekt. Die einzelnen Kapital können durch einen Klick auf den Titel aufgeklappt werden.

Auf einen Blick

Ort und Datum:
Zürich, 11. und 13. April 2013

Durchgeführt von:

Kontaktperson(en):

Facts & Figures

Teilnehmende:
Als Teilnehmer waren 2013 um die 120 Mittelstufenschüler sowie 40 Erwachsene und Kinder (Familien) dabei.

Posten:
37 Posten aus ganz verschiedenen Lebensbereichen konnten besucht werden. mondopoly legt den Fokus nicht auf unterschiedliche Herkunftsländer, sondern versucht, Posten zu den Kategorien Herkunft, Gender, soziale Schicht, Alter, sexuelle Ausrichtung, körperliche Fähigkeiten und Religion anzubieten.

Organisationkomitee:
Das OK bestand aus 8 Personen, die in drei Ressorts (Durchführung, Schulen, Posten) organisiert waren. Tatkräftige Unterstützung erhielt das OK vom schule&kultur-Team.

Budget:
Das Budget betrug etwa CHF 14’500. Hauptsponsor war das Volksschulamt Kanton Zürich.

Spielregeln:
Je ein Anfangsposten am Morgen und am Nachmittag wurde den Gruppen zugeteilt, danach konnten die Gruppen jeweils den nächsten Posten selber wählen (via Kommunikation mit der Spielzentrale). Je öfter ein Posten bereits besucht wurde, desto weniger Punkte erhielt die Gruppe für den Besuch des Postens.

Weitere Aktivitäten:
Vor und nach dem Spieltag wurden die Schulklassen besucht, um zuerst die Schüler auf das Spiel einzustimmen und danach das Erlebte zu reflektieren.

Kurze Beschreibung

Die Stadt Zürich wurde während zwei Tagen zum Spielbrett des transkulturellen Begegnungsspiels mondopoly. Etwa 140 Mittelstufen-SchülerInnen und 40 Erwachsene und Kinder konnten an mehr als 30 Posten die unterschiedlichen Realitäten von Zürichs BewohnerInnen aktiv entdecken. Diese Posten – die von privaten Wohnungen über Quartierläden und Institutionen bis hin zu Altersheimen oder Behindertenwerkstätten reichten – boten den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, in Lebenswelten einzutauchen und Menschen zu begegnen, mit denen sie sich im Alltag kaum austauschen würden. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Lebensweisen und Möglichkeiten miteinander statt übereinander reden, kann das wechselseitige Verständnis gefördert werden.   Spielidee Mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen sich die Teilnehmenden in Vierergruppen eigenständig von Posten zu Posten. Die Gruppen setzen sich jeweils aus Schülern von zwei verschiedenen Klassen zusammen, so dass auch innerhalb der Gruppe eine Begegnung mit unbekannten Personen stattfindet. Für jeden Postenbesuch erhält die Gruppe Punkte („Mondos“) gutgeschrieben, wobei die zu erreichende Punktezahl sinkt, je öfter ein Posten bereits besucht wurde. An den Posten treffen die Gruppen auf Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Lebensweisen und setzen sich auf spielerische Art und Weise mit deren Alltag auseinander (z.B. Rollstuhlfahren, eine kulinarische Spezialität zubereiten, Alt-Kleider aussortieren, sich mit einem homosexuellen Paar austauschen, Kunst aus Abfall schaffen u.v.m.). Am Schluss des Spieltages werden die erzielten Mondos pro Gruppe zusammengezählt und die Sieger gekürt.   Kulturbegriff Unter „Kultur“ versteht mondopoly den gemeinsamen Erfahrungsschatz einer Gruppe, der sich entlang verschiedener Differenzlinien wie Gender, Alter, Ethnie, Religion, körperliche Fähigkeiten, sexuelle Orientierung oder Schichtzugehörigkeit erstreckt. Jeder Mensch trägt verschiedene Kulturen in sich und gehört verschiedensten Gruppen und Untergruppen an. Diese Mehrfachzugehörigkeit wird auch als transkulturelle Identität bezeichnet.

Erkenntnisse

Das Spielkonzept hat sich bei der dritten Durchführung wiederum sehr bewährt, vor allem für die SchülerInnen der Mittelstufe ist es ideal. Beim Spieltag für die Öffentlichkeit war eine Schwierigkeit, dass die Zielgruppe sehr breit war: Teilnehmen konnten Kinder und Erwachsene ab 8 Jahren. Deshalb war für die Postenanbietenden z.T. nicht klar, ob sie ihre Aktivität auf Erwachsene oder Kinder ausrichten sollten.

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